Samstag
Wir starteten am Busbahnhof in KL. Die Tickets hatten wir einen Tag zuvor schon gekauft. Wir mussten um 11:00 Uhr da sein. Dort erfuhren wir Anfahrterminal und Busnummer. Es war das vorletzte Terminal mit der Nummer 21. Die Überfahrt kostete pro Person gerade mal 35 Ringgit, das sind nicht einmal 10 Euro für eine 300km lange Strecke. Ich nenne das mal günstig.
Der Bus machte im letzten Drittel dann auch eine Pause, die jeder zur individuellen Verrichtung nutzen konnte.
Zur überfahrt gibt es wenig zu sagen. Der Bus war OK. Man hatte ausreichend Platz und war ständig in der Versuchung ein zunicken. Die Schlaffreie Zeit hatte ich damit verbracht, einige Landschaftsaufnahmen aus dem Fenster heraus zu tätigen. Zum Ende der Fahrt wurde das Gelände bergiger, bis dahin wechselte sich eine Ölpalmenplantage mit dem anderen ab. Malaysia ist der größte Palmöl Hersteller der Welt, darum sicher auch diese doch recht langweilige Monokultur, die man hier auch ständig staatlich bezuschusst und fördert. Erst in den letzten Jahren erfolgte ein Umdenken, zum Schutz von Land und Natur. Der Becher geht halt immer zum Brunnen bis er bricht. Aber ich denke vielleicht ist es hier mit einer gesunden Landwirtschaft doch noch nicht zu spät.
Gegen 16:15 Uhr sind wir auf dem Busbahnhof in Penang angekommen. Dort gab es einen großen Taxiparkplatz und einen Taxifahrer mit einem Megaphon, so dass wir diesen auch nicht überhören konnten. Kurz klargemacht wo wir hinwollten, hatten wir im nächsten Moment auch schon ein Taxi. Und los ging es. Die flotte Fahrt ging wieder durch recht überfüllte Straßen, das war für mich nichts neues mehr. Wir fuhren durch einen Stadtteil mit sehr vielen alten Häusern, Chinatown. Ein viel größeres Chinatown als ich in KL gesehen hatte. Oh Freude, hoffentlich reichen mir meine SD Cards. Was ich erst jetzt meiner Frau sagte, sie aber auch schon lange entdeckt hatte war, das der Taxameter schon lange bei 40 RM stand. Sie sagte aber, der sicher defekt und ginge erst bei 40 los. Aha. Am Hotel angekommen, war klar, dass das doch nicht so war. 49 Ringgit für eine normale Stadtstrecke von eigentlich nur 9,80 Ringgit. Da hatte der Taxifahrer meine Frau auf dem Hals, sie gab ihm so richtig Pfeffer, damit hatte er wohl nicht gerechnet. Immer noch zu teuer brach sie den Preis dann auf 20 RM herunter. Wenn man den Taxifahrer klargemacht hätte ihn bei seiner Genossenschaft anzuzeigen, hätte man wohl auch nur 9 RM bezahlt, denn dieses Taxigeschäft wird staatlich streng überwacht. Nur so als Tipp, verlangt eine Fahrt nur mit Taxameter, vergewissert euch aber die Nullstellung oder macht den Preis im Voraus aus.
Nach dem Einchecken im Royal Penang, was recht zügig von statten ging, machten wir uns frisch und mussten erst einmal was essen gehen. Wir fanden gleich um die Ecke ein gemütliches weiß eingerichtetes chinesische Restaurant, wo wir dann zum Essen verweilten. Bloß gut die hatten zu jedem Gericht auch ein Foto, so konnte man annähernd erahnen was man aß. Die Speisen waren sehr gut, wir zahlten für zwei Essen mit zusätzlich Gemüse und Apple Juice 50 RM, da kann man doch nicht meckern.
Nach dem Essen ging es noch 1,5 Stündchen auf einen kleinen Fotokurs durch das angrenzende und so langsam dunkel werdende Chinatown. Da ich mein Stativ noch im Hotel hatte, war es für gute Fotos frei Hand aber bald zu dunkel. So verging der erste Tag wie im Fluge. Todmüde sanken wir in die Betten und schliefen ein.




Sonntag
Nach dem Frühstück hatten wir den Plan gefasst uns heute Chinatown zu zuwenden. Erst sollte es aber auf die Besucherplattform im 56. Stockwerk eines nicht weit entfernten Hotels gehen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Draußen angekommen, sprangen die Taxifahrer auf uns zu um ihre Dienste anzubieten. Wir lehnten jedoch freundlich ab, da wir unser Pensum zu Fuß schaffen wollten. Das hohe Haus konnte man recht schnell ausmachen und die Entfernung bis dahin schien auch nicht weit zu sein. Die Sonne schien an diesem Morgen erbarmungslos vom Himmel. Nach einer halben Stunde schon brauchten wir ein Lokal um etwas Kaltes zu trinken. Es sah nur so leicht aus, der Hitze zu widerstehen stand dann schon auf einem anderen Blatt. Wir gingen weiter in die Richtung der Plattform, an einigen Tempeln vorbei. Einer hatte geöffnet und es wurde unser erster Tempel an diesem Tag. Kennzeichnend für alle war der enorme Gebrauch von Räucherstäbchen. Diese glimmen in allen Ecken der Bauten, standen auf Altären und in unzähligen Schalen in diesen Bauwerken umher und verbreiteten einen angenehmen Geruch, der aber doch schnell in den Augen beißt. Weiter ging es in Richtung Hochhaus, dort angekommen waren wir das erste Mal durchgeschwitzt. Der Blick zum Haus wurde durch eine sehr hohe Treppe, die es galt zu erklimmen. Oben angekommen war erst einmal Feierabend. Schatten suchen und ausruhen. Dann stellten wir fest, das Haus war gar kein Hotel mehr, hatte zwar noch 56 Stockwerke, der Schriftzug prangte auch noch hoch oben über der Stadt, aber hier wurde gebaut. Das Haus wird komplett saniert und umgebaut, da fährt dann auch kein Lift mehr bis ganz oben. Schade. Unser Vox Tours Reiseführer war von 2006 und sollte mal überarbeitet werden.
Also ging es die Treppen wieder hinab. Unten angekommen waren wir an diesem jungen Tag das zweite Mal durchgeschwitzt. Wir suchten uns ein Café und nahmen wieder eine Erfrischung. Auch hier kann man sich das gut leisten, für zwei Kaltgetränke und zwei Eisgetränke haben zusammen 15 Ringgit bezahlt, um sich eine Übersicht zu verschaffen, man teil die Summe durch vier und hat dann den Umrechnungskurs zum Euro.
Meine Frau wollte nicht aufgeben auf das Hochhaus zu gelangen. Sie enterte ein Einkaufszentrum um festzustellen ob es doch noch einen Expresslift zur Plattform gab. Ich hatte nun erst einmal Zeit für einige Fotos. Für mich war das Thema Aussichtsplattform abgehakt. Als sie wieder da war verbreitete sie die Botschaft, es das es vielleicht einen Lift geben könnte, jedoch nicht klar wäre bis in welche Etage dieser fährt. Nun gut, wir einigten uns das Vorhaben Aussicht auf zu geben und uns Chinatown zu wenden.
Unser Plan sah aus, den Tempeln aus unserem Prospekt einen Besuch abzustatten, die Architekturen im Bild festzuhalten, Eindrücke aus diesem riesigen Stadtteil zu gewinnen um anschließend dann in Richtung Wasser weiterzugehen. Ein großes Pensum, was ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Kilometern abschätzen konnte.
Wir gingen los. Der erste Tempel sollte uns auch schon bald begegnen. Bei den weiteren passierte das eher durch das Zufallsprinzip. Man war aus dem einen draußen, verglich mit der Karte und blickte sich um. Da sah man wieder einige Tempel Pagoden und machte sich auf den Weg. So kam dann unsere Wegplanung ein wenig ins Stocken. Augenfällig war, die Tempel waren alle, bis auf sehr wenige Ausnahmen in einem hervorragenden Zustand. Es gab kleine Tempel und es gab sehr große und auch riesige in denen man schon für eine Stunde ausharren konnte. Ich will sagen es gab eine Menge zu sehen. Von der Funktion her waren sie irgendwie alle gleich. Obwohl die sehr großen Tempel eine sehr pompöse Ausstattung hatten muss ich gestehen. Das beeindruckte mich schon. Die Tempelanlagen wurden in den letzten Jahren mit UNESCO Geldern saniert und sind somit auch in einer Liste der geschützten Bauwerke enthalten. So klärte sich dann auch für mich der hervorragende Zustand der Anlagen. Draußen vor den Tempeln angekommen herrschte wieder eine ganz andere Welt. Die meisten Häuser in Chinatown sind in einem erbärmlichen Zustand. Es gibt hier keine Werterhaltung, diese Häuser werden vom Bauzustand immer schlechter, bis sie irgendwann einmal einfallen oder verbrennen. Dann werden sie verlassen und stehen gelassen. Schade, dieser Zustand trübte dann doch schon etwas dem ganzen Flair. Diesen Zustand habe ich versucht auch in einigen Fotos festzuhalten, so könnt ihr euch auch ein Bild davon machen. Die Straßen durch Chinatown sind sehr eng. Links und rechts der Straßen laufen Abwasserkanäle aus denen es erbärmlich heraus stinkt. Diese Kanäle sind mit Steinplatten abgedeckt, jedoch oft sind diese Platten gebrochen oder weggeräumt. Der Müll ist haufenweise rechts und links der Straßen angehäuft. Krähen und Tiere sorgen auch dafür, dass aus den Bergen, Flächen werden. Vorsehen ist angesagt, jede kleinste Verletzung kann hier zu lebensbedrohlichen Entzündungen ausarten. Aber uns ist an diesem Tag nichts passiert.
Die Karte vor Augen richteten wir uns nun der See zu. Wir verließen Chinatown um uns einen Seeblick zu verschaffen. Dazu irrten wir auch wieder etwas planlos umher, da wir uns von den Tempeln, die wir noch nicht gesehen hatten locken ließen. Wir beschlossen nun aber den Tempeln endgültig abzusagen und einen schnellen Weg in Richtung Hafen zu suchen. Der Zufall ließ unsere Blicke durch eine Häuserzeile gleiten, an deren Ende wir ein großes Passagierschiff sahen. Die Richtung war klar. Es gibt hier keine Fußgängerwege wie wir sie von zu Hause her kennen. Hier hat man halt ein wenig Platz gelassen oder man läuft auf der Straße. Versucht man mal eine Sekunde festzuhalten in der kein Auto an einem vorbeifährt muss man feststellen, es gibt sie nicht. Es herrscht hier ein unglaublicher, nie endend wollender Verkehrsstrom, was wir aber auch schon in Kuala Lumpur festgestellt hatten. Die Bordsteine sind auch hier gut zwanzig, teilweise dreißig und mehr Zentimeter hoch. Man muss aufpassen nicht mit dem Fuß umzuknicken. Die Situation gestaltete sich schwierig, jedoch nicht aussichtslos. Kurze Springeinlagen und Hüpfen und Springen über Bordsteine und sonstige Hindernisse ließ uns klar werden warum die uns damals im Sportunterricht so geschliffen hatten. Die haben uns damals schon für Penang trainiert, Danke liebe Sportlehrer.
Am Hafen angekommen mussten wir uns auch erst einmal einen Zugang verschaffen. Alle Wege führten dann wohl doch nicht nach Rom. Wir fanden eine Autofähre die hinüber auf das Festland fuhr und wir fanden ein Passagier Terminal an dem zwei riesige Schiffe festgemacht waren. Eines davon konnte man bis zum 25 September auch besichtigen, was wir jedoch nicht wollten. Auf einer Brücke etwas ausruhen, vielleicht auch um einige Fotos zu kreieren, sahen wir im Wasser vom Ufer her plötzlich eine Bewegung und stellten fest, ein Waran. Elegant gleitet er durch das Wasser. Ich konnte ihn noch mit der Kamera festhalten. Eine glückliche Fügung, damit hätten wir heute nie gerechnet.






































Wir gingen am Hafen vorbei in Richtung Uhrenturm. Ganz in der Nähe war auch das Fort Cornwallis, welchem wir nun einen Besuch abstatten wollten. Wir fanden auf Anhieb keinen Eingang und mussten das gesamte Gelände erst einmal wieder umrunden. De Eintritt pro Person 2 Ringgit. Die gesamte Anlage in einem jämmerlichen Zustand. Wenn der Zahn der Zeit die Kanonen nach vorne fallen lässt, wird es sicher wieder einen Rohstoffsammler aus Chinatown geben, der das Ding einsammelt und dem Hochofen zuführt. Kabel liegen durchtrennt auf der gesamten Anlage herum. Auch die Gärtner sind hier nicht die fleißigsten. Man muss das so halt hinnehmen, Schade aber, dass man hier Geschichte so in dem Masse vergammeln lässt. Auf der einen Seite die hervorragend sanierten Tempelanlagen und dann die andere Seite Wohnhäuser, ganze Wohnviertel verfallen und historisches Gut verkommt. Man muss sich Prämissen setzen, die liegen hier in Malaysia aber woanders.
Wir beendeten den Tag mit einem Abstecher an der Uferpromenade. Wir sahen eine Menge Schiffe die auf Reede lagen und auch Containerschiffe die beladen wurde, schauten den Menschen beim bunten Treiben zu und beobachteten gespannt den Anglern bei ihrem Zeitvertreib.
So langsam stellte sich der Hunger ein und wir beschlossen uns ein Restaurant zu suchen. Die Füße schmerzten und mit tat der Rücken weh. Die ganze Zeit den Fotorucksack tragen, geht irgendwann an die Substanz.
Wir fanden in einem Einkaufszentrum ein Chinesisches Restaurant, welches nicht das billigste zu sein schien aber einen recht ansprechenden Eindruck vermittelte. Da begaben wir uns hinein. Es war ein sehr traditionelles Restaurant. Ein großer Schrein war der zentrale Punkt in dieser Örtlichkeit und es war ein Familienrestaurant. Vater, Mutter, Tochter und der Onkel wuselten hier umher. Von Freundlichkeit und Höflichkeit kaum zu übertreffen, wie überhaupt hier in diesem Land. Das wird eine der Eigenschaften sein, die ich am meisten vermissen werde, wenn ich erst einmal wieder zu Hause bin, dieser freundliche Umgang miteinander.































Montag
Wieder 7:30 Uhr und wieder bin ich wach. Dann werde ich mich wieder dran machen und ein paar Zeilen schreiben. Die Woche fängt neu an. Montag. Beim Blick aus dem Fenster war mir gar nicht sehr wohl. Dicke Wolken hängen über den Bergen und Regentropfen klopfen an die Scheibe. Das wird wohl eine Planänderung nach sich ziehen. Aber erst einmal Frühstücken. Nach dem Essen zogen wir uns um und gingen los. Die Berge konnten wir bei diesem Wetter vergessen. Die Stimmung war überhaupt nicht gut am heutigen Morgen, irgendwie kamen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Das hieß, es gab auch keinen Plan. Wir suchten einen Anfang. Geld muss her. Unsere Bargeldreserven waren schon etwas zusammengeschmolzen, so mussten wir einen Geldwechsler finden um diese wieder etwas aufzufüllen. Wir hatten da in den letzten Tagen nicht weit vom Hotel eine Bank gesehen. Wir machten uns auf den Weg. Es fing wieder an stärker zu regnen. Neben dem Schwitzen kam nun also auch der Regen und tat das übrige. Es wurde unangenehm, aber nicht kalt, das war dann immer noch das positive. Wir brauchten nicht lange zu suchen. Die Bank befand sich nach nur zwei Straßen auf der anderen Straßenseite. Wir mussten rüber. Gesagt, getan. Wir warteten geduldig auf eine Lücke im Verkehrsstrom um die Straße zu überqueren. Es gab keine. Wird schon gleich, dachten wir. Aber es wurde nicht. Wir standen geschlagene zehn Minuten am Straßenrand und es gab nicht die kleinste Möglichkeit diese zu überqueren. So etwas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt. Wir gingen die Straße weiter runter und kamen an eine Fußgängerbrücke. So einfach ist das also hier über die Straße zu gehen. Meine Frau ging in die Bank, ich wartete draußen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, dann kam sie wieder, ohne Geld. Die erledigen nur den Zahlungsverkehr, in diesem Fall den Geldwechsel für Kunden der eigenen Bank. Dafür hatte sie also eine halbe Stunde in der Schlange gestanden. Die Ärmste. Es war die Citibank, ein Grund mehr, nicht mehr bei dieser Bank vorbeizuschauen.
Ich fasse also zusammen, wir hatten kein Geld und keinen Plan, es regnete und unsere Stimmung war ganz unten. Das waren keine guten Bedingungen für einen erfolgreichen Tag. Es sollte aber noch anders kommen.
Wir waren wieder unterwegs in Richtung Chinatown und waren schon recht nass. Da beschloss meine Frau allein weiterzugehen um eine Bank zu suchen, da wir auch nur einen Schirm hatten. Ich war einverstanden. Sicher konnte sie mein dauerndes Genörgel nicht mehr ertragen. Ich suchte mir ein überdachtes Plätzchen, beobachtete die Leute und machte das eine und andere Foto dabei. Nach gut 20 Minuten kam sie wieder und hatte eine Bank gefunden. Was anderes hatte ich auch nicht erwartet. Wir suchten uns ein Café und mussten erst einmal was trinken.
Was wir bis jetzt noch nicht hatten, einen Plan. Also wieder los. Da hatte meine Frau den Einfall, wir könnten mit dem Bus ja zu dem schlafenden Buddha fahren. Nun gut, so schnell bekommen wir im Leben ja keine Tempel mehr zu Gesicht. Bushaltestelle suchen und warten. Wir fanden ein nahmen Platz und hatten auch einen Plan. Die Wogen schienen sich zu glätten. Wir mussten in den Bus der Linie 104 steigen und bei dem schlafenden Buddha wieder aussteigen. Es kam aber kein Bus. Wir warteten 20 Minuten, dann hielt ein Schulbus, gleich dahinter kam die 104. Sie hielt aber nicht an und fuhr weiter. Wieder keinen Plan. Ein schlimmer Tag. Wir standen da und fingen den Tag von vorne an. Ich hatte mal was von einem alten Friedhof gelesen, hier in Georgetown. Das Suchen ging los. Dazu mussten wir wieder einige Straßen rauf und einige Straßen runter. So langsam hörte es auf zu regnen, die Sachen wurden aber nicht trockener. Wir fanden den Friedhof einfach nicht. Also noch einmal von vorne und siehe da mit etwas Mühe fanden wir unser Ziel. Das erste Tagesziel war erreicht und der Plan nahm Gestalt an. Wir mussten den Eingang suchen und ich machte die Kamera klar. Es war sehr feucht. Das Objektiv beschlug sofort als ich die Kamera aus den Fotorucksack holte.
Was für ein Ort, Uralte knochige Bäume, viele alte Grabstätten der verschiedensten Größe, halb verfallen und von Moos und Pflanzen überwuchert, versuchten meine Blicke zu bannen. Es wuchs überall hohes Gras, ein idealer Ort für Schlangen. Wie sollte man aber sonst an die Gräber kommen, da muss ich durch. Meine Frau hielt sich hier etwas zurück. Nach den ersten Metern habe ich daran auch keine Gedanken mehr verschwendet und nach einer viertel Stunde bin ich sogar zwischen den Grabstellen umher gegangen. So fasziniert hat mich diese Location. Fast eine Stunde habe ich mich hier verweilt bevor es weiterging. Von Mücken zerstochen machten wir uns wieder auf den Weg. Wir wollten nun ein Taxi finden mit dem wir zum schlafenden Buddha fahren wollten. Zur Uferpromenade da wird schon eins sein. War aber keins. Hier waren immer welche. Nur jetzt nicht. Ging das schon wieder los?














Wir änderten das ganze etwas ab. Nicht allzu weit von unserer Position befanden sich die Chew Jettys. Die alten hölzernen Pfahlbauten der chinesischen Einwanderer. Eine Attraktion die sollten wir uns nicht entgehen lassen. Als Beförderung dahin suchten wir uns eine Fahrradrikscha aus. Der Preis war schnell verhandelt, 15 Ringgit sollte es kosten. Der kleine alte Mann fuhr uns also mit dem Fahrrad gut 10 Minuten durch dichten Verkehr. Mein lieber Scholli, das geht doch gar nicht. Es ging. Hier läuft alles nach dem Motto, was nicht passt wir passend gemacht. Das wird dann bis in alle Ebenen runter gebrochen. Wir kamen an, zahlte und er zeigte uns den richtigen Weg. Da hätten wir auch wieder lange suchen müssen.
Wir betraten die Jettys. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Eine Stadt aus Holz auf dem Meer, in das Meer hinaus gebaut. Haus an Haus eine körperliche Enge die einem fast den Atem nahm. Motorroller kamen gefahren, Touristen kamen geströmt. Es gab Läden und Familien lebten ihr Leben in der Öffentlichkeit. Sie schliefen, aßen, wuschen sich zwischen den ganzen Menschen. Man sah Kinder aus der Schule kommen, Familien beim Fernsehschauen, man sah Frauen beim Kochen und Männer beim Arbeiten. Hier wuselte das Leben. Es gab reichlich Stoff für Fotos. Nach gut einer Stunde waren wir hier auch fertig. Beeindruckt verließen wir den Ort und gingen zum nicht weit entfernten Busbahnhof. Hier fanden wir den richtigen Bus zum schlafenden Buddha. Beim Fahrer zahlten wir je Person 1,40 Ringgit und stiegen ein.

















Der Bus war gut gekühlt. Es war keine alte Klapperkiste, sondern ein hochmoderner Stadtbus, wie er auch bei uns verkehrt. Auch die Gepflogenheiten sind die Gleichen, für ältere Menschen steht man auf und lässt sie auf seinen Platz sitzen. Die Stationen zogen an uns vorbei. So richtig konnten wir damit nichts anfangen. Aber der nette Busfahrer nannte uns die Haltestelle an wir raus mussten. Unglaublich, aber der Umgang mit den Menschen hier begeistert mich immer wieder von Neuem. Solch eine Freundlichkeit die hier an den Tag gelegt wird, ist bei uns zu Hause unvorstellbar. Das trübt dann auch wieder meine Gedanken an die baldige Abreise.
Nun hatte der ganze Tag doch einen Plan bekommen, eher durch Zufall entstanden, aber durchaus zu verwerten. Es war ein sehr interessanter aber auch anstrengender Tag.
Am Tempel angekommen stellten wir fest es waren zwei Tempel. Rechts von der Straße mit einem riesigen sitzenden Buddha und links der schlafende Buddha. Wir fingen rechts an. Es war eine gigantische Anlage. Gold wo man hinsah. Alles in einem hervorragenden Zustand. Die Tempel darf man nicht mit Schuhen betreten. Diese mussten wir draußen lassen um ins Innere zu gelangen. Auch hier ein Pomp vom Feinsten. Auch die Außenanlagen, gepflegt und gehegt. Es gab einige Gebäude hier im Objekt. Wir schauten alles genau an. Fotoapparate gezückt und los. Auch hier sind wieder reichlich Fotos in den Kasten gewandert.
Nun ging es auf die andere Seite. Zum Schlafenden. Auch wieder eine gigantische Anlage. Es waren die größten Tempel, die ich bisher in diesem Urlaub gesehen hatte. Der schlafende Buddha war ein riesiges Teil. Beeindruckende Größe. Vorher aber Schuhe aus und dann eingetreten. Es gab hier sehr viel Touristen, im Größenvergleich, die wie Ameisen umherirrten. Auch einige Gruppen mit Mönchen befanden sich darunter. Was mich ein wenig erstaunt hat sind die vielen Hakenkreuze die die Wände schmückten. Wir kennen diese Zeichen nur aus unserer grauen Vorzeit. Sicher haben diese Hakenkreuze auch noch andere Bedeutungen. Da werde ich mich noch mal schlau machen.
Gegen 17:00 Uhr schließen dann die Tempelanlagen. Das war insgesamt ein sehr gutes Timing. Wir konnte beide Anlagen uns ansehen und hatten genug Zeit uns alle Details genau anzuschauen. Sicher wird uns dabei noch viel durch die Lappen gegangen sein. Aber nun reichte es auch. Wir nahem für 15 Ringgit ein Taxi und fuhren ins Hotel zurück.


















Dort zogen wir uns um, machten uns frisch und gingen Abendbrot essen. Wir suchten uns diesmal ein Café, das Old Town. Ist vielleicht etwas zu viel Fast Food, aber ich wollte heute mal etwas einfacher essen, nicht ganz so kompliziert in Gewürze verstrickt wie in den letzten Tagen. Das Essen hat geschmeckt. Für 57 Ringgit war man wieder satt, inklusive Getränke. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang, der uns zufällig an einen alten Friedhof vorbeiführte. Es war aber eine Kette drum. Zuerst kam ein Hund dann ein Mann. Er ließ uns ein. Drinnen stellten wir fest, es handelte sich hier um einen alten Jüdischen Friedhof. Der Mann versuchte uns etwas zu erzählen, wir taten so als verstünden wir. So zeigte er uns den ganzen Platz. Da gab es auch eine Ecke die einer Familie gehörte, wo es schon reservierte Plätze für noch lebende Personen gab. Wieder eine interessante Geschichte zum Tagesabschluss. Nun wieder in Richtung Hotel. Dabei kamen wir an einer chinesischen Kirche vorbei, die schon ein merkwürdiges Aussehen innehatte.
Im Hotel angekommen hatte ich noch die E-Mails gecheckt, meine Frau hat gelesen. Dann sind wir etwas zeitiger zu Bett. Mal sehen was uns am Dienstag erwartet.
Dienstag
Ich bin wieder pünktlich gegen 7:30 Uhr wach. Heute wird es wohl einen ruhigen Tag geben. Wir habe uns entschieden nach Batu Ferringi zum Baden zu fahren. Aber erst einmal zum Frühstück nach unten. Heute habe ich auch eine Theke entdeckt, an dem sie frisches Rührei zubereiten und das gar nicht mal schlecht. Sie nennen es hier Omelett.
Nach dem Frühstück sind wir los in Richtung Bushaltestelle. Wir wollten mit dem Linienbus 101 bis nach Batu Ferringi. Wir brauchten auch nicht lange zu warten. Die Fahrtkosten betrugen 2,70 Ringgit, also umgerechnet ca. 50 Cent, je Person. Mit den Bussen hier ist das so ein Ding. Es gibt sehr viele Bushaltestellen, steht man an einer, fährt der Bus doch glatt vorbei. Wir haben uns dann mal umgeschaut wie das hier funktioniert. Man muss sich bemerkbar machen, winken, den Arm heben oder ganz besonders stark auf der Stelle sich hin und her bewegen, dann hält auch der Bus. Kurios aber Realität. Wenn man das alles beachtet, wird man auch transportiert. Die Busse hier sind größtenteils alles moderne Linienbusse, vollklimatisiert und sie fahren auf vielen Linien. Wer also das lästige Preisverhandeln bei den Taxis satt hat, kommt mit einem Linienbus preiswerter und auch nicht langsamer voran. Denn viele Taxis sind hier in einem erbärmlichen Zustand.
Die Fahrt mit dem Bus dauerte 30 Minuten. Vorbei an Steilküste und vielen Hotels und einigen Moscheen konnten wir die Fahrt im Kühlen genießen.
In Batu Ferringi mussten wir uns dann erst einmal einen Zugang zum Strand suchen. Der war auch schnell gefunden. Am Strand angelangt war wieder Staunen angesagt, schöne Wellen, breiter Strand und fast Menschenleer. So konnten wir erst einmal ein paar Meter Strand abspulen, bis wir einen geeigneten Liegeplatz gefunden hatten. Wir fragten nach dem Preis der Liege, aber er verstand kein Englisch und forderte uns auf in landestypischem Wort und Zeichensprache, Platz zu nehmen. Dann spannte uns der nette Herr noch den Sonnenschirm auf und wir waren erst einmal glücklich. Viel Sonne gab es am heutigen Tag nicht. Schade. Ich wollte nun erst einmal ins Meer. Es waren recht große Wellen so das man fast gar nicht stehen konnte. Wenn die Lufttemperatur 32 Grad betrug war das Wasser ca. 28 Grad warm. In diesem Fall also angenehm. Es war aber sehr salzig. Für mich bisher das salzigste Meerwasser überhaupt. Bei dem Seegang war an schwimmen nicht zu denken, also blieb ich im Uferbereich.
Nach dem Baden gab es nur noch relaxen, leider fast ohne Sonne. Wir harrten an diesem Strandabschnitt gut drei Stunden aus. Als wir uns wieder anzogen, stellte ich fest, dass ich überall knallrot war, Sonnenbrand. Einschmieren wollte ich mich nicht, da muss ich jetzt durch.
Wir zahlten die Liegen. 10 Ringgit wollte er dafür haben. Na geht ja auch noch.
Nun hatte wir etwas Hunger und wollte etwas Kaltes trinken. Wir fanden auch nicht weit ein Café. Irgendwie heißt hier alles Café wo es etwas zu trinken gibt. Dort bestellten wir uns eine kleine Portion Chicken Fast Food und zwei frische Limonen Minze Drinks. Frisch gepresst mit frischer Minze. War der lecker, ich glaube, so etwas Gutes hatte ich noch nie getrunken. Der Drink kostete 5,50 Ringgit, dafür habe ich mir auch gleich noch einen bestellt.










Nun wurde es immer dunkler. Der Wind nahm zu. Es kam ein fetter Sturm auf. Später setzte dann auch Regen ein. Ich machte noch ein paar Fotos und nahm die Situation im Video auf, dann machten wir uns auf den Weg zum Bus.
In Georgetown wieder angekommen, beschlossen wir, erst einmal auf das Zimmer zu gehen. Etwas ausruhen und ich wollte kühl duschen.
Die meisten Restaurants hier in der Umgebung öffnen erst gegen 18 Uhr zum Abendbrot. Also hatten wir noch ein Stündchen Zeit. Wir waren eingenickt und verpassten so mit dem pünktlichen Start. So zogen wir halt etwas später los. Wir fanden ein kleines traditionelles chinesisches Familienrestaurant. Etwas schwer verständlich war die Speisekarte zu lesen, aber auch die Hürde gelang. Es gab small und large Portionen, das hatten wir übersehen. Wenn man nichts sagt bekommt man small. Unser Fehler. Ach, nein, mein Fehler. Meine Frau meinte zu mir, dann muss man mal richtig schauen und das Kleingedruckte lesen. Damit wollte sie mir sagen, dass sie es gelesen hat. Bloß warum hat sie mir nichts gesagt? Wird sich gedacht haben, der hat im Urlaub wieder zugelegt, da reicht auch small. Na was soll ich da lange herumstreiten, habe es gegessen und es hat geschmeckt. Für zwei Abendessen, zwei Juice und zwei Bier zahlten wir hier 58 Ringgit.
Nach dem Essen, wollten wir noch etwas trinken. Wein sollte es werden, Bier wurde es. Kaufst du 2 Flaschen, kostet das 30 Ringgit, kaufst du 5 Flaschen bist du bei 40 Ringgit. Unverständliche Preispolitik. Dazu verführten dann auch drei leicht bekleidete chinesische Serviererinnen, die sich alle mit Namen vorstellten. Gut das die Frau mit war, die hätten mich hier Rund wie einen Buslenker gemacht. Kaum war das erste Bier geöffnet, schwirrten sie auch schon um uns herum. Trank man einen Schluck aus dem Glas sprang gleich eine herbei und füllte nach. Das ging so lange bis die beiden Flaschen alle waren. Wir hatten uns nämlich nur für zwei Flaschen im Cup entschieden. Wie gesagt nun waren die ersten beiden alle. Wir nahmen noch einmal zwei. Ach konnten wir uns was anhören, von wegen, fünf kämen viel billiger. Egal, Zwei. Auch hier wieder das gleiche Prozedere. Meine Frau schaute mich schon mit glasigen Augen an und meinte, in dieser kurzen Zeit hätte sie auch noch nie vier Flaschen Bier getrunken. Hihi, ein wenig versteckte Schadenfreude kam nun ins Spiel. Sie hatte den Laden ausgesucht. Na da habe ich ihr einfach Recht gegeben. Na diesen zwei Flaschen hatten wir genug. Wir verabschiedeten uns und gingen.
Mittwoch
Aufstehen und Frühstücken erfolgte im gleichen Ablauf wie jeden Tag. Nach dem Essen machten wir uns auf dem Weg zum Busbahnhof. Wir wollten wieder mit dem Linienbus zu unserem Ziel kommen. Die Busstation befand sich im Kellerbereich des Komtar Bazars. Unsere Linie war die 204. Mit ihr sollte direkt zum Penang Hill gehen. Es dauerte auch nicht lang, da kam der Bus hineingefahren. Beim Einsteigen stellten wir fest, wenn man nicht standfest auf seinen Platz beharrt, wird man zur Seite gedrängt. Na auch diese Prüfung haben wir bestanden. Da der Bus hier startet hatten wir auch noch gute Sitzplätze. Der Preis betrug wieder 2,70 Ringgit je Person. Die Busfahrt dauerte gut 30 Minuten und schlängelte sich durch viele enge Straßen so langsam aus der großen Stadt hinaus. Heute fuhren wir mal eine ganz andere Strecke und sahen so wieder einige neue Hingucker. Darunter befanden sich wieder unzählige Tempelanlagen und Moscheen, auch Kirchen haben wir entdeckt. Am Berg angekommen haben wir uns Ticket für die Zahnradbahn besorgt, die uns zum Gipfel des Penang Hill bringen sollte. Der Preis des Tickets betrug 30 Ringgit je Person. Die Auffahrt dauerte zirka 10 Minuten. Oben angekommen staute sich der Besucherstrom erst einmal, da jeder als erstes ein Foto von der sich bietenden Aussicht schießen wollte. So langsam entschärfte sich die Situation und jeder bekam seinen Blick auf die Insel. Man hatte von hier oben einen grandiosen Weitblick. Man konnte die 13 Kilometer lange Brücke sehen die Penang mit dem Festland verbindet und man hatte einen fantastischen Blick über ganz Georgetown. Nun suchten wir so einige besuchte Stellen, was sich jedoch sehr schwierig gestaltete. Unser Hotel fanden wir auch nach einigem Suchen. Leider trübte der über die Stadt schwebende Dunst das komplette Fotovergnügen. Es wird schwierig werden den kompletten blauen Dunst später in den Fotos zu entfernen. Es gab hier oben sehr viel zu sehen. Unter anderem einen Tempel, eine Moschee, einen Vogelpark mit angrenzendem Hotel. Man konnte Jeep Touren durch die Wälder unternehmen und es gab viel Wege zum Wandern. Erst einmal hatten wir Durst. Dazu wählten wir uns das Hotel am Vogelpark. Kaffee und frisch gepresster Juice standen auf dem Plan. Während wir ausruhten, suchte ich mir einige Motive zum Fotografieren. Ich fand den einen oder anderen Schmetterling, schöne Blüten, große Ameisen und eine grün gelbe Schlange die sich über unseren Köpfen hinweg gemütlich gemacht hatte.
Nach der Erfrischung besuchten wir die Tempelanlage. Es war eher ein kleiner Tempel. Vom Zustand eher bescheiden, da waren wir in den letzten Tagen anderes gewohnt. Aber auch hier fand ich das eine oder andere Motiv, um es auf der Speicherkarte festzuhalten.
Na dem Tempelbesuch wanderten wir noch etwas in der Gegend herum und beschlossen wieder hinab zu fahren.
Unten angekommen, beschossenen wir noch einen Abstecher zum Kek Lok Si Tempel zu machen, der sich hier in der Gegend befinden sollte. Wir suchten einen Taxifahrer und handelten einen Preis aus. Da wir nicht genau wusste wie weit, waren uns die erhandelten 15 Ringgit ein guter Preis. Mir ist aufgefallen, dass alle Taxifahrten bisher 15 Ringgit kosteten, sicher ein Einheitspreis für das Schwarzfahren ohne Taxameter.
Am Tempel angekommen, verschlug es mir erst einmal die Sprache. Was ist das denn? Eine so große Anlage hätte ich im Leben nicht erwartet. Das war kein Tempel, das war eine kleine Stadt. Na da stand uns was bevor. Wir begannen das Kunstwerk zu betreten. Von der untersten Anlage die Fassaden waren eingerüstet. Sicher war man bei der Sanierung der Anlage. Wie überhaupt sich hier alles in einem ausgezeichneten Zustand befand.
Das Prozedere war uns schon klar. Wollte man in einen Tempel hinein hieß es erst einmal Schuhe ausziehen. Innen bot sich ein pompöses Bild von Buddha Figuren die die gesamten Wände schmückten. Der Rauch der Räucherstäbchen biss in den Augen. Ich schaute nach oben. Was für grandiose Decke. Ich habe versucht die Decke im Foto festzuhalten. Nun ging es weiter. Draußen wieder angekommen, sahen wir einen überdimensionalen Buddha, der sich hoch über der Anlage dem Blick darbot. Daneben einen Turm den man wohl besteigen konnte. Aber wie kam man dahin? Die Anlage war so groß, dass es bald zu einem Problem wurde sich hier noch zurecht zu finden. Nach mehrmaligem Abschreiten der verschiedensten Gänge, fanden wir auch den Aufstieg zum Buddha. Dort hinauf fuhr eine kleine Zahnradbahn, die pro Person 2 Ringgit kostete. Ob man das alles was man hier unten gesehen hatte noch toppen konnte? Man konnte. Der Buddha war gigantisch groß und komplett aus Bronze. Die umliegenden Tempelanlagen waren in einem Blumen- und Pflanzenmeer eingebettet. Hoch über Georgetown konnte man am Rand der Anlage weit den Blick schweifen lassen. So langsam meldeten sich wieder die Füße. Solch anspruchsvolle Tour war für den letzten Tag eigentlich nicht mehr vorgesehen. Zum großen Turm den Weg fanden wir dann auf Anhieb. Das Ersteigen schenkten wir uns aber, denn wir waren schon ganz schön KO. Die Anlage bot sehr viele Nischen in denen man sich erholen konnte um wieder Kraft zu schöpfen. Das taten wir dann auch. Nach gut 30 Minuten verließen wir die obere Anlage. Wir waren fast 3 Stunden hier unterwegs und habe noch vieles nicht gesehen. Wer mal in die Verlegenheit kommen sollte sich den Kek Lok Si anzuschauen, der sollte hier eine Tagestour einplanen.




























Durst. Solch Anstrengung löst Durst aus. Diesen gelöscht machten wir uns auf die Rücktour. Da der Tempel sich etwas außerhalb befindet und kein Taxi in der Nähe stand, blieb uns nur der Fußmarsch in die Stadt. Dazu mussten wir vom Berg eine sehr enge Straße hinab. Bedrohlich wurde es, wenn größere Autos um die engen Kurven geschossen kamen. Nach gut 20 Minute erreichten wir unser Ziel. Nun galt es eine Bushaltestelle zu finden. Gar nicht so einfach bei den vielen Einbahnstraßen. Aber gerade fuhr einer an uns vorbei. Hand hoch und winken. Er hielt an. Wir fragten ob er in Richtung Komtar fuhr und er bejahte diese Frage. Glück muss der Mensch habe. So saßen wir wieder für 2,70 Ringgit im Bus. Bei Komtar angekommen, erkundigten wir uns noch einmal nach der Aussichtsterrasse im 56. Stockwerk des Hochhauses, welches hoch über dem Komtar Bazar in den Himmel ragte. Am Info Point bekam ich dann die Auskunft, dass die Plattform im Moment gesperrt sein wegen Sanierungsmaßnahmen. Na schön, das hilft mir auch nicht weiter, aber so haben sich unsere anfänglichen Vermutungen wenigstens bestätigt. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir noch im Old Town Café eingekehrt und leisteten uns noch eine Erfrischung.
Nur noch ins Hotel zurück, frisch machen und einen Plan für das letzte Abendbrot schmieden. Wir beschlossen zum Chinesen unweit des Hotels zu gehen. Dort waren wir schon einmal und es hatte hervorragend geschmeckt. Wir wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Ein guter Ausklang für unseren Asienurlaub. Ich hatte die Kamera und das Stativ mitgenommen, so zogen wir noch bis 23:00 Uhr in der Gegend umher um einige Langzeitbelichtungen zu machen. Wir hatten uns so wieder bis zur Strandpromenade vorgearbeitet. Das bedeutete wieder einen fast 30-Minütigen Rückweg. Im Hotel angekommen, waren wir fix und fertig. Wir hatten noch einige kühle Flaschen Wasser. Die wurden erst einmal verschlungen. Frisch machen, und in die Falle. Das Kofferpacken haben wir auf den nächsten Tag verschoben. Wir bekamen an dem Abend noch ein Fax vom Transfer Unternehmen, welches uns am Donnerstag zum Flughafen bringt. Geht hier auch alles klar. Zufrieden stießen wir noch mit den letzten beiden Büchsen Tonic Water an. Wir haben wieder einen spannenden und interessanten, sowie anstrengenden Urlaub hier in Asien verbracht. Am Donnerstag geht es wieder in Richtung Heimat.














