Abstecher zum Rynek

Wir kamen in Breslau am Sonntag Nachmittag an. Das Einchecken ins Hotel ging schnell. Wir bekamen ein Zimmer in der sechsten Etage. Erst einmal die Taschen hochbringen und ein wenig frisch machen. Ich zog mir eine andere Jacke an. Das Fotozeug war im Rucksack verstaut. Ich hatte nur eine Kamera mit, die Lumix DC-G91. Das sollte für di Städte Tour Breslau ausreichend sein. Nun stand der erste Tagesordnungspunkt an. Der Rynek. Ich war schon einige Male in Breslau aber den Rynek erlebt wenn es so langsam dunkel wird habe ich bisher noch nicht und darauf freute ich mich ganz besonders.
Der Rynek ist der Marktplatz in Breslau der um das Rathaus herum angelegt wurde. Man sagt auch Breslauer Ring. Der Rynek ist 213 m lang und 178 m breit und damit gehört er zu den größten ehemaligen Handelsplätzen in Polen. Das spätgotische Rathaus mit seinem 66 Meter hohem Turm kann man schon von weitem ausmachen. Orientierungspunkte auf dem Rynek sind der Pranger, der Wasserbrunnen und das Fredro-Denkmal. Auf dem Rynek finden auch die weit bekannten Weihnachtsmärkte statt. Auch werden hier die Silvesterfeierlichkeiten im großen Stile abgehalten. Auch Live-Events nutzen den Platz für eine Fan Zone.
Nun war es schon 15:30 Uhr, das Licht wurde schon etwas knapp. Wir fuhren vom Hotel zum Rynek mit der Linie 11. An der achten Station stiegen wir aus. Es waren Tausende Menschen unterwegs. In Richtung Rynek wurden es immer mehr. Wir gingen erst einmal eine Runde rum. Das Wetter war nicht so toll. Es war zwar nicht kalt aber der Himmel hielt sich immer in Waage ob es nun regnen sollte der nicht. Aber es blieb trocken. Es war spannend den Leuten bei ihren Spaziergängen zuzuschauen. Straßen Künstler lockerten das Bild auf und brachten noch etwas Spannung mit hinein. Immer da wo gerade jemand seine Kunststücke preisgab, sammelten sich sofort die Leute und bildetet einen großen Kreis. Leider war es schon etwas zu dunkel um schnelle Bewegungen zu fotografieren. Später drehte ich die ISO hoch um noch aktiv zu bleiben.
Wir suchten erst einmal einen Platz zum Kaffee trinken. Das war gar nicht so einfach. Bestimmt an die 50 Lokale buhlten so um ihre Besucher und nun finde dich mal dort zu recht.
In der zweiten Runde fanden wir ein Restaurant, wir saßen draußen, denn temperaturtechnisch war es nicht kalt. Da konnte ja heiter werden wenn wir uns zum Abendbrot auch noch ein Lokal suchen wollten. Nach einer weiteren Rund war auch der Punkt abgehakt. Nun war es schon ordentlich dunkel. Fotografieren war also nur noch mit hohen ISOs möglich. Hoffentlich sind die Bilder nicht zu verrauscht. Aber alles gut die Fotos sind durchweg toll geworden.
Nach dem Abendbrot drehten wir noch eine Runde um den Rynek. Und immer wieder kamen neue Straßen Künstler vorbei und suchten sich ihr Publikum. Es war berauschend, ich hätte eigentlich ewig diese Szene genießen wollen, doch langsam taten mir die Füße weh. Es war Zeit wieder ins Hotel aufzubrechen. Die Leute wurden auch zu später Stunde nicht weniger. Zu Hause hätte man schon lange die Bordsteine hochgeklappt. Ich war äusserts zu Frieden mit dem ersten Tag.

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