Die Wallfahrtskirche Wambierzyce ist ein Marienwallfahrtsort in Polen und liegt in Niederschlesien. Ich hatte im Reiseführer Fotos von dieser Wallfahrtskirche gesehen , die mich beeindruckt haben. So wollte ich mit eigenen Fotos diesen Beitrag schmücken. Die Geschichte der Kirche geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Im 15. Jahrhundert konnte man den Bau mit der dreischiffigen Basilika abschließen, der kurz darauf aber wieder wegen Baufälligkeit geschlossen wurde.

Heute gelangt man über 33 Stufen einer Außentreppe in das Eingangsportal der Barockkirche „Mariä Heimsuchung“. Die 33 Treppenstufen stehen für das Alter Jesus Christus (v. Chr. 4-n. Chr. 30). Die Dimension und Ausmaße dieser Anlage sind schon sehr beeindruckend. Wenn man am Fuße der Treppe zum Dach der Kirche schaut und dieses dann versucht in einer Perspektive auf ein Foto zu bannen, habe ich festgestellt, dass da schon ein paar interessante Aufnahmen zu machen sind. Schon dafür hat sich der kleine Umweg gelohnt.

In der Wallfahrtskirche Wambierzyce fanden gerade Sanierungsarbeiten statt. So waren nicht alle Räumlichkeiten zugänglich. Aber, man hielt die Sperrungen in Grenzen. Diese Sanierungsarbeiten sind auch dringend notwendig. Schaut man sich die Mauern und Säulen genau an, sieht man wie aufsteigende Feuchtigkeit an der Substanz nagt. Auch Holzmöbel und Einrichtungen bleiben dem Zahn der Zeit nicht verschont. Innen im Altar steht eine kleine Figur, die Albendorfer Madonna, das Ziel der Wallfahrer. Diese Madonna soll auch schon einige Wunder vollbracht haben. Um diese Madonna zu sehen bzw. zu erkennen, sollte man davor schon mal etwas gehört haben, sonst geht sie im Pomp des Übrigen unter. Auch ich habe diesen Abschnitt im Reiseführer überlesen. Meine Frau fragte mich draußen, ob ich denn die kleine Madonna gesehen hätte. Was für Madonna? Kam von mir. Also musst ich noch einmal hinein. Beim zweiten Anlauf, habe ich sie nicht übersehen.

Steht man draußen auf der obersten Stufe der Treppe und dreht der Kirche den Rücken zu, sieht man in einiger Entfernung noch eine viel größere Treppe mit vielen Gebäuden. Also, Treppab, über die Straße und dann wieder Treppauf. Diese Anlage nennt sich, Albendorfer Kalvarienberg und soll den Kreuzweg Jesu Christi darstellen. Die einzelnen Kapellen und Monumente, sollen die Kreuzwegstationen darstellen. Auch diese Darstellung geschichtlicher Ereignisse ist den Polen sichtlich gelungen, obwohl meiner Meinung nach doch sehr kitschig. Ganz oben au einem Berg, dem “Hügel Sinai” steht eine Kapelle. Wambierzyce (Albendorf) wird wegen dieser Anlage auch das Schlesische Jerusalem bezeichnet.

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