Geisterstadt Alt Haidemühl

Geisterdorf  Alt Haidemühl soll die kurze Geschichte einer Geisterstadt ganz in der Nähe von mir erzählen

Die Geschichte des Ortes war eng mit der Braunkohle und der Glasherstellung verknüpft. Die erste Glashütte im Ort ist 1835 errichtet worden. Danach folgten Wohnhäuser und es begann der Zuzug der Menschen aus der Umgebung. 1900 wurde eine Brikettfabrik eröffnet. Mehr Arbeiter waren erforderlich. Die Infrastruktur erweiterte sich. Verkehrswege wurden auf Schiene und Straße neu errichtet. Die Bevölkerung wuchs in wenigen Jahren von einst 153 auf 1200 Einwohner. Die Hochzeit erreichte der Ort 195 mit 1513 Einwohner (Quelle: Wikipedia)

Nach dem Krieg wurde die Hütte enteignet und endete 1993 in der Insolvenz. Zu der Zeit lebten im Ort noch um die 700 Einwohner. 1993 sollte der Ort dem nahen Braunkohleabbau weichen. Der Ort sollte komplett umgesiedelt werden. Das Neu Haidemühl ist in der Nähe von Spremberg errichtet. Hier waren nicht nur die Gehwege aus purem Gold. Glücklich dem, der hier eine Parzelle erhaschen konnte.

2001 lebten noch 600 Menschen im alten Ort. 2003 begann die Umsiedlung. Trotzdem blieben noch 158 Einwohner im Ort. Das war im Jahr 2005. 2004 begann der teilweise Abriss der Stadt. Nun hatten bis 2006 auch die letzten Menschen den Ort verlassen. Erst 2018 erreichte der Tagebau die konkrete Nähe des Ortes. Bisher wurden aber nur zaghaft abgerissen. Viele Häuser stehen noch und zerfallen. Balken werden morsch und werden zur tödlichen Falle für Fotojäger. Auch die Industriekomplexe sind teilweise noch vorhanden. Alles rostet und schimmelt vor sich her. Es kann jeden Moment zum Einsturz kommen. Man ist zu leichtsinnig sich in Sicherheit zu wiegen.

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