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2010-05-04_10-33-13_0019

Rückblick: Polen, Pommern – Tour

Montag, 3. Mai

Erster Tag

Endlich geht es los, unser gemeinsamer Sommerurlaub führte uns in diesem Jahr nach Polen, Pommern. Nun, Sommer ist auch schon wieder geschmeichelt. Es regnet, die Wolken sind dick und grau. Wir wählen die Autobahn in Richtung Berlin, Prenzlau und Stettin. Dann fahren wir auf der Landstraße in Richtung Gdansk. Die Landstraßen in Polen sind stark befahren.
Jeder will der Erste sein, habe ich manchmal den Eindruck. Es wird gedrängelt und gefahrvoll überholt wie auf den Autobahnen in Deutschland. Ständig wechseln die Geschwindigkeiten, mal 90, mal 70, dann wieder 50. Und der Regen hört nicht auf. Der Wind peitscht ihn gegen die Scheiben und rüttelt am Auto. Doch mein Navi funktioniert halbwegs. Ich hatte kurz vor dem Urlaub bei Pearl ein Updatet gemacht. Es ist unglaublich, wie viele Kreisverkehre es dort gibt – in jedem Ort, den wir durchfahren bestimmt drei. Ein Blick in die polnische STVO vor Reisebeginn lohnt sich. So viele Blitzer wie ich an diesem ersten Reisetag gesehen habe, sehe ich bei uns im Laufe eines Monats nicht. Zum Glück ist alles gut gegangen – kein Foto und auch keine Geldstrafe.
Als wir gegen 18:00 Uhr in Kosakowo ankommen, fängt auf einmal an das Navi zu spinnen an: Straßenbau. Mein Rat: Kommt nie in eine wegen eines Feiertag ruhende Straßenbaustelle in unserem Nachbarland. Es ist kaum zu beschreiben: Löcher und Spalten sind nicht zu sehen, es ist überall Wasser. Wir fahren über eine Spalte, vielleicht 30 bis 40 cm breit und tief gefräst. Da hilft nicht mal Schritttempo. „Der Urlaub ist gelaufen“, denke ich. Ich fluche und schimpfe, was das Zeug hält. Auch das Navi versagt. Wir fahren im Kreis. Nur unseren Englischkenntnissen und der Hilfsbereitschaft der Polizei ist es zu verdanken, dass wir noch die richtige Route finden und das Hotel erreichen. Ehe wir tatsächlich da sind, geht es über eine überflutete Straße, auf der das Wasser fast bis zu den Einstiegsleisten reichte. Hätte ich das Auto tiefer legen lassen, müssten wir die Badelatschen aus dem Koffer holen.
Im Hotel empfängt uns freundliches Personal. Das Einchecken geht innerhalb von zwei Minuten von statten. Koffer hoch, auspacken und absacken. Nur noch Ruhe und ein Bier. Das stilvoll eingerichtete Haus mit einer wunderbaren Küche versprüht schon am ersten Tag seinen Charme.
Nun noch ein kleiner Spaziergang, ohne Kamera. Es ist schon dunkel und regnet wieder. Dennoch erkennen wir: Die Landschaft ist ein Traum. Steilküste, Boote, Inseln, viel Wellen und eine klare Luft – all das werde ich versuchen, in meinen Bildern festzuhalten.
Es gibt keine Fotos vom ersten Urlaubstag, doch er war gespickt mit Action und Aufregung. Am Ende klingt er aus in Ruhe und Harmonie. Das ist eigentlich alles, was ein Film braucht. Gemessen an einem Zwei-Stunden-Streifen waren das die ersten zehn Minuten. Wenn es so weitergeht, übertrifft das meine Erwartungen.

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Zwischen Lamsfeld und Burg

Zwischen Lamsfeld und Burg

Heute Nachmittag war die Hitze kaum noch auszuhalten. Gleich nach der Arbeit sollte es an den See gehen. Mit etwas Verzögerung war es dann auch endlich soweit. Mein Stammsee ist der Mochowsee in Lamsfeld. Der hat wunderbares Wasser, ist idyllisch gelegen und man trifft immer mal einige alte Bekannte. So auch heute.  Das Wetter begann sich langsam zu verändern. Es wurde dunkel, Wolken zogen auf und der Wind wurde stärker. Aus einem anfänglichen Lüftchen wurde mit der Zeit starker Wind. Zeit um einzupacken und wieder nach Hause zu fahren. Der Weg führt mich über Straupitz, nach Burg und wieder nach Hause. In Straupitz und Burg habe ich noch einmal einen kurzen Stopp eingelegt um schnell noch ein paar Fotos zu schiessen. Dann fing es auch schon an zu regnen. Aus dem Windchen wurde ein Sturm. Es regnete Blätter und kleine Äste. Wir kamen wohlbehalten zu Hause an. Ich hatte meine kleine Edelkompakte, die LX-7 mit dabei. Geschossen habe ich im AV Programm(Zeitautomatik). Man stellt Blende, ISO und Weisslichtabgleich ein, die Belichtungszeit berechnet dann die Kamera nach den gegebenen Parametern. So langsam komme ich mit der kleinen Kamera immer besser zu recht. Die Fotos habe ich als RAW geschossen, dann mit dem DNG Konverter umgewandelt um sie dann im Photoshop Elements 9 noch etwas in den Tonewerten zu bearbeiten. Mir gefällt das Ergebnis besser als die Entwicklungen mit Lightroom.

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Erntehelfer, Storch

Erntehelfer

Erntehelfer, der war gut. Viel geholfen hat er ja nicht. Sicher ein Storch aus Werben, ein Weißstorch, sechs habe ich bisher gezählt. Er landete. Majestätisch, von der Pose eher wie ein alter Indianerhäuptling. Lief einige Schritte links herum und einige Schritte rechts herum, trottete dem Mähdrescher hinterher und nichts. Nichts ausser Wärme und Trockenheit, da liess sich nicht mal eine Feldmaus blicken. Geknickt und hungrig, wollte er nur noch fort.  Also wieder startfertig gemacht, kurzen Anlauf und dann take-off. Majestätisch wie er landete, startete er auch. Was für eine Eleganz im Flügelschlag. Ich war begeistert und froh diese Bilder im Kasten zu haben. Könnte man ihn dressieren, hätte ich für die nächste Woche gleich ein Fotoshooting geplant. Aber wie schon im letzten Beitrag , hätte , hätte Fahrradkette.

Störche sind Schreitvögel, es gibt sie  in sechs Gattungen und 19 Arten. Störche sind auf allen Kontinenten vertreten. Störche sind Fleischfresser. Sie kommen zu uns im Frühjahr und fliegen gegen Ende des Sommers wieder fort. Ob sich das mit der fortschreitenden Erwärmung irgend wann einmal ändern wird ? Vielleicht bleiben sie dann für immer bei uns. Ich fänd das schön, so dauert der Sommer dann ein Leben lang.

Und sind die Störche erst mal wieder weg, dann dauert es auch nicht mehr lange, bis die ersten Herbststürme übers Land hinwegziehen. Und dann, kann man bald schon wieder an die Winterreifen denken……Doch noch ist Sommer, lasst uns den geniessen, so gut es geht.

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2014-07-20_13-58-38_027

Erntezeit

Erntezeit mal etwas vorverlegt. In diesem Jahr ist alles anders. Viel früher als sonst. Kommt der Herbst nun auch schon früher? In diesem Falle, wäre ich nicht besonders glücklich darüber.

Ich wollte eigentlich heute in Richtung Peitz und Lieberose fahren. Mir die abgefressenen Wälder anschauen, die der Kiefernspinner hinterlassen hat, um einige Exemplare vor die Kamera zu bekommen. Ich habe zwar in mittleidenschaft gezogenen Kiefernwälder auf der Strecke gesehen , aber keine, die dem entsprachen was ich suchte. Eigentlich Schade oder auch nicht Schade. Betrachte man das so wie man es gerade braucht. Nach einer grossen Runde ging es wieder nach Hause. Die Wälder durfte man wegen der hohen Waldbrandwarnstufe nicht befahren, also hatte es für mich auch keinen Sinn mehr nur an den Strassen entlang mein Fotomotiv zu suchen.

Zu Hause angekommen, fuhr ich das Auto in die Garage. Als ich wieder draussen war hörte ich dumpfes Brummen, wie von schwerer Agrartechnik verursacht wird. Ich sah einige Staubwolken und machte mir meinen Reim daraus. Die Landwirtschaft ist schwer am Arbeiten. Für die Bauern gibt es keinen Sonntag. Sie müssen immer ran. Respekt!  Es ist Erntezeit, früher als sonst üblich. Es werden die Felder gleich hinter dem Haus geschnitten (Google Maps Koordinaten: 51.809447, 14.194252). Die Fototechnik noch im Rucksack, hatte ich die Kiefernspinner längst vergessen und mich auf ein anderes Motiv eingeschossen. So ist das nun manchmal, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir die kleine Weltreise sparen können. Hätte hätte Fahrradkette. Aber so konnte meine 60D endlich nach langer Zeit der Abstinenz nun auch wieder einmal zeigen was sie konnte.

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